Die obere Halswirbelsäule meldet dem Gehirn ständig, wie der Kopf zum Körper steht. Diese Information gleicht das Gehirn mit Augen und Gleichgewichtsorgan ab. Ist die Beweglichkeit der Kopfgelenke gestört oder die Nackenmuskulatur stark verspannt, passen die Signale womöglich nicht mehr zusammen. Das kann sich als Schwindel bemerkbar machen.
Medizinisch spricht man vom zervikogenen Schwindel. Er gilt als Diagnose, die erst nach dem Ausschluss anderer Ursachen gestellt wird. Deshalb ist es sinnvoll, wenn Innenohr, Kreislauf und Nervensystem vorher angeschaut wurden. Wenn Sie schon bei HNO oder Neurologie waren und dort nichts gefunden wurde, sind Sie bei mir richtig.
Manche kennen die Beschwerden auch als HWS-Syndrom mit Schwindel. Auch Schwindel durch verspannten Nacken ist möglich, wenn die Muskulatur dauerhaft unter Spannung steht. Typisch ist Schwindel bei bestimmten Kopfhaltungen, nach langem Sitzen oder morgens. Auch Schwindel im Liegen kann mit der HWS zusammenhängen. Dreht sich dagegen alles kurz und heftig, sobald Sie sich hinlegen oder im Bett umdrehen, spricht das eher für einen Lagerungsschwindel des Innenohrs. Der wird anders behandelt.
Häufige Begleitumstände
BildschirmarbeitVerspannte NackenmuskulaturBlockierte KopfgelenkeFrühere Verletzung der HalswirbelsäuleStressWenig Bewegung