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Wirbelsäule & Becken

Rückenschmerzen und Hexenschuss

Beim Bücken schießt es in den Rücken, und plötzlich geht kaum noch etwas. Akute Schmerzen im unteren Rücken sind sehr häufig und meist harmlos. Wichtig ist, die Warnzeichen zu kennen und die Ursache zu finden.

Dr. Nika Heidari lächelnd im dunkelblauen Praxis-Shirt in ihrer Praxis

Auf einen Blick

Sehr häufig
Mindestens 70 Prozent sind einmal im Leben betroffen
Meist
Unspezifisch und oft muskulär, selten ein Bandscheibenvorfall
Erste Hilfe
Ohne Warnzeichen: moderate Bewegung, Wärme und gegebenenfalls Schmerzmittel
Ersttermin
50 Minuten, ohne Überweisung

Beschwerden

Typische Beschwerden

Akuter Kreuzschmerz kommt oft plötzlich. Er kann sich so zeigen:

  • Plötzlicher, stechender Schmerzbeim Bücken, Heben oder Drehen
  • SchonhaltungSie stehen schief oder kommen kaum aus dem Bett
  • Verspannte Rückenmuskelnhart und druckempfindlich neben der Wirbelsäule
  • Schmerz beim Aufstehennach dem Sitzen oder morgens
  • Ausstrahlung in Gesäß oder Oberschenkelmeist nicht bis in den Fuß
  • Besser in Bewegungnach den ersten Schritten oft etwas leichter

Ursachen

Was dahinterstecken kann

Akuter Rückenschmerz ist in den allermeisten Fällen unspezifisch. Es gibt also keine einzelne, im Bild sichtbare Ursache, sondern eine Reihe möglicher Auslöser. In meiner Praxis sind muskuläre Ursachen deutlich häufiger als Bandscheibenvorfälle. Oft bewegen sich dazu einzelne Wirbelgelenke oder das Iliosakralgelenk nicht mehr frei.

Darum helfen eine gründliche Anamnese, Untersuchung und Aufklärung mehr als das schnelle MRT. Ich betrachte Beschwerden und Befunde im Zusammenhang und erstelle daraus einen individuellen Therapieplan.

Häufige Begleitumstände

Heben und BückenLanges SitzenBewegungsmangelStressEinseitiger SportSchwache Rumpfmuskulatur

Dr. Nikas Einordnung

Dr. Nikas facts

Akute Schmerzen im unteren Rücken sind in Deutschland sehr häufig. Mindestens 70 Prozent der Menschen sind einmal im Leben betroffen. Der Schmerz ist meist unspezifisch, es kann also eine Reihe von Ursachen geben.

Entscheidend ist, die Warnzeichen zu kennen. Gibt es keine, schaffen moderate Bewegung, Wärme und gegebenenfalls Schmerzmittel in der Regel erste Abhilfe. Häufig ist es völlig in Ordnung, erst einmal abzuwarten. Halten die Beschwerden an oder kommen sie immer wieder, lohnt sich die Untersuchung.

Aus der Praxis

Jemand kam mit starken Schmerzen im unteren Rücken, die in die Beine ausstrahlten. Nach der orthopädischen Praxis folgten fünf Tage im Krankenhaus, inklusive neurologischer Diagnostik, alles ohne Befund. Gemeinsam fanden wir keine Warnzeichen, aber eine muskuläre Ursache. Heute ist die Person schmerzfrei und baut mit Physiotherapie gezielt Muskulatur auf.
Fallbeispiel, anonymisiert. Jeder Verlauf ist individuell.

In meiner Praxis

Untersuchung und Behandlung

Der Ersttermin dauert 50 Minuten. Bringen Sie gern vorhandene Befunde, Arztbriefe und Bilder mit.

  1. Gespräch

    Wie hat es angefangen, wohin strahlt es aus, gibt es Warnzeichen?

  2. Untersuchung

    Lendenwirbelsäule, Becken, Iliosakralgelenk, Hüfte und die Nervenfunktion der Beine.

  3. Behandlung

    Lösen der Muskulatur, Mobilisation, bei Bedarf ein gezielter Impuls.

  4. Plan

    Übungen für zu Hause und, wenn sinnvoll, Physiotherapie zum Muskelaufbau.

Warnzeichen

Bitte zuerst anderweitig abklären

Bei Rückenschmerzen ist es häufig völlig in Ordnung, erst einmal abzuwarten. Es gibt aber Momente, in denen man genauer hinschauen muss. Diese Zeichen gehören sofort oder zeitnah ärztlich abgeklärt. Bei Zeichen mit „Sofort“ rufen Sie bitte den Notruf 112.

  • Taubheit im Genital- oder Gesäßbereich, Probleme beim Wasserlassen oder StuhlgangSofort
  • Lähmung oder zunehmende Schwäche in einem BeinSofort
  • Rückenschmerz nach einem Unfall oder schweren SturzSofort
  • Fieber, Schüttelfrost oder starkes KrankheitsgefühlSofort
  • Nächtlicher Ruheschmerz, ungewollter Gewichtsverlust oder eine Krebserkrankung in der VorgeschichteZeitnah
  • Ausstrahlung bis in den Fuß mit Taubheit oder KribbelnZeitnah

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Soll ich mich schonen?

Bettruhe verlängert die Beschwerden eher. Ohne Warnzeichen hilft moderate Bewegung, so gut es eben geht, dazu Wärme.

Brauche ich ein MRT?

In den meisten Fällen nicht. Ein MRT ist sinnvoll, wenn Warnzeichen bestehen oder die Beschwerden über Wochen nicht besser werden. Häufig zeigt es Veränderungen, die mit dem Schmerz gar nichts zu tun haben.

Ist es ein Bandscheibenvorfall?

Selten. In meiner Praxis sind muskuläre Ursachen deutlich häufiger. Ob es Hinweise auf eine Nervenreizung gibt, prüfe ich in der Untersuchung.

Wann sollte ich kommen?

Wenn die Schmerzen nach einigen Tagen nicht besser werden, immer wiederkommen oder Sie unsicher sind. Bei Warnzeichen suchen Sie bitte sofort ärztliche Hilfe.

Porträt von Dr. med. Nika Heidari

Mehr über

Dr. med. Nika Heidari

Studium in Hamburg am UKE, Promotion in der Neurologie, Wurzeln in der Allgemeinmedizin. Weiterbildungen in Chirotherapie / Manueller Medizin, TUINA, osteopathischen Techniken und Sportmedizin. Seit 2016 Teamärztin in der Jugend der Hamburg Towers, selbst ehemalige Basketballerin. Selbstständig seit 2023, eigene Praxis in Winterhude seit 2025.

Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche Untersuchung.

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